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Was bedeutet eigentlich „diakonische Unternehmenskultur“ im Arbeitsalltag? Für Katharina Schroeder ist die Antwort eng mit Austausch, Haltung und gemeinsamer Verantwortung verbunden. Als Themenbeauftragte für diakonische Unternehmenskultur vertritt sie die alsterdorf assistenz ost im Fachkompetenzteam der ESA und setzt sich dafür ein, Werte im Berufsalltag sichtbar und erlebbar zu machen.
Unternehmenskultur gemeinsam gestalten
Im Mittelpunkt ihrer Aufgabe steht die Frage, wie diakonische Werte im Arbeitsalltag gelebt werden können. Dabei versteht sich Katharina Schroeder nicht als „Schlüsselperson“, sondern vielmehr als Brückenbauerin – zwischen der aaost, der ESA und den Mitarbeitenden.
„Mir ist wichtig, den Dialog darüber zu fördern, welche Werte uns tragen und wie wir sie im Arbeitsalltag sichtbar machen können“, erklärt sie.
Organisatorisch ist ihre Rolle im Fachkompetenzteam „Diakonische Unternehmenskultur“ der ESA verankert. Dort tauschen sich Vertreter*innen der verschiedenen Gesellschaften regelmäßig über Themen wie Werte, Spiritualität und Unternehmenskultur aus.
Werteorientierung unabhängig von Konfession
Die Frage nach gemeinsamen Werten gewinnt auch deshalb an Bedeutung, weil sich die Arbeitswelt in der Diakonie verändert hat. Inzwischen arbeiten viele Menschen unabhängig von ihrer Konfession in sozialen Einrichtungen.
Für Katharina Schroeder ist klar: Werte wie Respekt, Nächstenliebe oder der Wunsch, andere Menschen zu unterstützen, sind nicht an eine Kirchenmitgliedschaft gebunden.
„Viele Menschen bringen diese Haltung ohnehin mit. Entscheidend ist, dass wir darüber miteinander ins Gespräch kommen“, sagt sie. Gerade die Vielfalt unterschiedlicher Lebensgeschichten, Perspektiven und Glaubensüberzeugungen könne die Unternehmenskultur stärken.
Ein besonderes Anliegen: der Umgang mit Tod und Sterben
Ein Thema, das Katharina Schroeder besonders beschäftigt, ist der Umgang mit Endlichkeit, Tod und Sterben in der Eingliederungshilfe. Geprägt wurde ihr Blick darauf unter anderem durch ein Praktikum in einem Hospiz während ihrer Ausbildung.
Dort erlebte sie eine offene und wertschätzende Arbeitskultur – auch im Umgang mit schweren Themen. Diese Erfahrungen nimmt sie bis heute in ihre Arbeit mit.
„Teilhabe endet nicht mit dem Lebensende“, sagt sie. Auch in der letzten Lebensphase gehe es darum, Menschen zu begleiten, Entscheidungen zu respektieren und Räume für persönliche Bedürfnisse und Spiritualität zu schaffen.
Vorhandene Kompetenzen besser vernetzen
In der aaost sieht sie bereits viele vorhandene Kompetenzen – etwa in den Bereichen Palliative Care oder Trauerbegleitung. Gleichzeitig gebe es noch Potenzial, dieses Wissen stärker miteinander zu vernetzen und Mitarbeitende im Umgang mit solchen Themen zu unterstützen.
Ein wichtiger Ort für diesen Austausch ist die Arbeitsgruppe „Unternehmenskultur und Werte“, die Katharina Schroeder gemeinsam mit Philipp Noß begleitet. Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen können dort Themen einbringen, Erfahrungen teilen und miteinander ins Gespräch kommen – auch digital und niedrigschwellig.
Seit vielen Jahren mit der aaost verbunden
Mit der aaost verbunden ist Katharina Schroeder bereits seit ihrer Jugend. Angefangen hat ihr Weg mit einem FSJ am Münzplatz. Es folgten die Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin, verschiedene Tätigkeiten in unterschiedlichen Teams sowie die Koordination eines Treffpunkts in der Dernauer Straße.
Heute arbeitet sie im Team Wandsbek und studiert zusätzlich Gesundheits- und Sozialmanagement.
Werte als Teil der täglichen Arbeit
Für Katharina Schroeder gehören wirtschaftliches Handeln und Werteorientierung untrennbar zusammen. Neben Fragen von Qualität und Effizienz brauche es auch Räume für die Frage, was Menschen in ihrer Arbeit verbindet und motiviert.
Ihr Wunsch für die Zukunft: Dass Themen wie Werte, Haltung und Unternehmenskultur selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltags werden – und weiterhin Menschen zusammenbringen, die die aaost gemeinsam gestalten möchten.