Ein Jahr mit Höhen und Tiefen

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Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende zu und unsere Kolleg:innen besinnen sich noch einmal der Anstrengungen, Herausforderungen aber auch der Erfolge, die 2021 mit sich gebracht hat. Fünf Mitarbeiter:innen der alsterdorf assistenz ost berichten aus Ihrem Arbeitsalltag.

 

Franziska Leidreiter, Teilhabelotsin

"Aus meiner Sicht war das Jahr ein Jahr mit Höhen und Tiefen, so schnell wechselnd, dass ich manchmal kaum hinterher kam. Das ständige Austarieren, zwischen sozialen Kontakten, die ich brauche, um Kraft für den Alltag zu sammeln, Unternehmungen, Urlauben, etc. - all das was Spaß macht. Und gleichzeitig die Fragen: Ist das richtig, dass ich das mache? Brauche ich das wirklich oder ist es nicht sehr egoistisch, dass ich das mache? Viele Menschen, die bei uns anfragen, sind nach knapp zwei Jahren Pandemie ebenfalls erschöpft und in Notlagen, wodurch unser Arbeiten oft nicht so möglich ist, wie wir uns das wünschen würden im Eingangsmanagement. Trotzdem würde ich sagen, dass wir viele Projekte auch in diesem Jahr vorangebracht haben. Das Thema sozialraumorientiertes Arbeiten spricht sich immer weiter rum in der Firma. Gemeinsam mit vielen Anfragenden, ihrem Umfeld und Akteuren aus der Firma, konnten Settings entwickelt werden, sodass Menschen ihren Alltag neugestalten konnten."

 

Lena Fronczak, Ambulantes Team Bergedorf

"Das Team hat super durchgehalten und einen sehr guten Job gemacht! Ich bin und war begeistert von den kreativen Ideen im Rahmen der Kontaktgestaltung und nun auch wieder in den Gruppenangeboten. Zwischenmenschliche Schwingungen, nette Worte und unsere humorvolle Art, die wir in den Dienstbesprechungen ansonsten pflegen, haben es jedoch nicht ganz in die virtuelle Welt geschafft. Die Videotelefonie ist zu einer Unterstützung geworden, die wir bis heute für kleinere und schnell zu bearbeitende Anliegen nutzen. Diesen Umstand nehme ich als klare Weiterentwicklung des Bereichs wahr. Ich wünsche mir genau so viele kreative und gute Ideen im Team wie in den letzten Jahren. Ich bin froh über den langen Atem und die unendliche Geduld, die dieses Team in den Pandemie Jahren bewiesen hat und hoffe sehr, dass wir weiterhin im guten Austausch mit unseren Klient:innen und Nachbarn im Stadtteil bleiben."

 

Stefanie Schmidt-Egge, Assistenzteamleitung

"Ich fühle mich ein wenig erschöpft, aber auch zufrieden. Trotz aller Widrigkeiten und häufigen Corona-Alarmen haben wir viele schöne Momente zusammen verbracht. Ich bin sehr froh, dass wir in diesem Jahr durchgängig geöffnet bleiben konnten und so viel zusammen machen konnten. Besonders schön war es, dass wir neue Lieder gelernt haben, die wir mit Gebärden unterstützen - zuletzt die Weihnachtsbäckerei. Das gemeinsame Singen steigert das Stimmung sehr, z.B. wenn wir zusammen im Bus sitzen und eins der Lieder im Radio läuft und alle direkt mitsingen und lachen. Schwierig war es, unseren Leuten zu erklären, warum sie trotz der Impfung Masken tragen müssen. Für's nächste Jahr wünsche ich mir weiterhin ein so tolles Team und so eine super Zusammenarbeit und vielleicht ein wenig mehr Ruhe."

 

Dagmar Götz, Bereichsleitung Kinder, Jugend & Familie

"Es war für uns alle ein anstrengendes Jahr, das jedoch auch einige positive Entwicklungen mit sich gebracht hat. Zum Beispiel konnten wir das Thema Homeschooling durch Leihgeräte und Software maßgeblich vorantreiben, wodurch viele Familien entlastet wurden. Spannend war auch zu sehen, dass einige Kinder hier sogar besser lernen - auch wenn das soziale Miteinander natürlich schmerzlich vermisst wird. Auch wir bei uns im Team sind in diesem Jahr nochmal näher zusammengerückt. Das Krisen- und Konfliktmanagement wird immer besser. Ich bin dankbar dafür, dass viele meiner Kolleg:innen schon so lange im Unternehmen sind. Die Zusammenarbeit ist hier sehr eingespielt und macht es leichter, unsere Projekte auch in herausfordernden Zeiten wie diesen voranzutreiben."

 

Thomas Steinberg, Geschäftsführer

"Das Jahr 2021 begann für uns mit einem Lichtblick, denn die ersten COVID-19-Impfstoffe standen zur Verfügung. Der Sommer brachte demzufolge ein wenig Entspannung und Lockerung, man hatte das Gefühl, die Dramaturgie aus dem Winter würde sich nicht wiederholen. Leider kam die vierte Welle im Herbst dann doch mit Wucht: Die Infektionszahlen in Deutschland stiegen rasant, gleichzeitig gibt es Corona-bedingte Vorgaben und Einschränkungen. Viele Themen und Aufgabenfelder deren Bearbeitung wir uns bereits für das letzte Jahr vorgenommen hatten, mussten wieder geschoben oder verzögert angegangen werden. Trotz all der pandemiebedingten Umstände ist es uns dann doch gelungen viele Baustellen weiter zu bearbeiten und Themen die wir uns vorgenommen hatten weiter zu entwickeln. Für die Assistenz bedeutet dies tagtäglich, gemeinsam mit den Klient:innen und Beschäftigten Corona bedingte Lebens- und Arbeitsräume zu gestalten. Das stellt enorm hohe Anforderung an die Arbeit in den Wohnhäusern, ambulanten Diensten und den Tagesförderungen."


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