Das war der NAHT-Markt 2023 im KNUST

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Der NAHT-Markt am 13. September war vor allem bunt, heiter und informativ. Veranstaltet wird der Markt der Möglichkeiten traditionell jährlich vom NAHT-Kreis - dem Netzwerk Arbeit Hamburger Tagesförderungen, bei dem wir aktiv beteiligt sind.

Nach 3-jähriger Coronapause sollte die Begegnung und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen - dafür wurde die passende Location ausgewählt: das KNUST, ein überregional bekannter Veranstaltungsort im alten Schlachthof auf St. Pauli. Die Besucherzahl übertraf die Erwartungen bei weitem: Neben vielen Beschäftigten und Mitarbeiter*innen aus Hamburger Tagesförderungen nahmen auch Schulen und Tagesstätten aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein den NAHT-Markt zum Anlass, für einen informativen und geselligen Ausflug.
Es wurde also ganz schön eng im Ausstellungsbereich, in dem die Hamburger Träger für Tagesförderungen ihre Arbeit vorstellten.

Am Stand von Fördern und Wohnen konnte man sich über ein nachhaltiges Recyclingprojekt informieren, bei dem die Deckel von PET-Flaschen von Beschäftigten gesammelt und sortiert werden, um anschließend von Kooperationspartner*innen geschreddert und weiter verarbeitet zu werden. Am Stand von Leben mit Behinderung Hamburg wurde das Projekt "Auf Achse" vorgestellt, bei dem Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf an Orten des regulären Arbeitslebens tätig werden, in dem Beschäftigungsangebote in Kooperation mit Firmen, Kirchengemeinden oder Vereinen vor Ort gestaltet werden. An einem Stand von alsterdorf assistenz west präsentierten Beschäftigte einzelne Produktionsschritte beim Bau von dekorativen Holzbooten und an anderen konnten in der Tagesförderung hergestellte Produkte wie z.B. Kräutersalz, Seifen oder Kerzen gekauft werden.

An unserem Stand gab es neben leckeren selbstgebackenen Keksen und insektenfreundlichem Blumensaatgut, verschiedenen Kreativprodukte wie bestempeltes Geschenkpapier, Holzarbeiten und Makramee-Blumenampeln zu kaufen. Besonderses Interesse weckte unser Infobereich, in dem Fachdienstmitarbeiterin Berrit Schwarz über Hilfsmittel und Methoden der Unterstützten Kommunikation informierte - ein Thema das für alle Träger eine hohe Relevanz hat.  Denn Kommunikation ist ein wichtiger Schüssel für Teilhabe.
An unserer Mitmachstation bot sich die Gelegenheit, selbst produktiv zu werden und eine Kreatividee kennenzulernen.

Es wurde deutlich, wie abwechslungsreich und vor allem wie sinnstiftend die Tätigkeiten für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf im Bereich Tagesförderung sind bzw. sein können, wenn man sich mit Kreativität und Sinn für Vernetzung darum bemüht.

Für dieses Jahr bleibt auf jeden Fall ein positives Resümee und die Erkenntnis, dass wir auf einem guten Weg und lange noch nicht am Ende sind, wenn es um die Gestaltung von arbeitsweltorientierten Beschäftigungsangebote für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf geht.

Weitere Informationen

Valerie Bachmann
Fachbereichsleitung Kommunikation und Bildung

Telefon:

040. 69 79 81 60


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