Werkstattreform weiterdenken!

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Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales plant eine umfassende Reform der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Zu den Forderungen gehören ein besserer Zugang zu den Arbeitsplätzen, ein leichterer Wechsel auf den ersten Arbeitsmarkt, höhere und transparentere Löhne sowie Inklusion von Menschen mit komplexen (Mehrfach-)behinderungen.

Auch wenn der Ansatz sehr zu befürworten ist, greift er aus Sicht diverser Träger noch zu kurz. Das „Netzwerk Arbeit Hamburger Tagesförderung“ (NAHT), zu dem unter anderen die alsterdorf assistenzen ost und west, alsterarbeit, Leben mit Behinderung Hamburg und das Rauhe Haus gehören, unterstützt Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf und greift auf langjährige Erfahrung im Bereich von Bildung und Beschäftigung zurück. Alle Träger eint die Sorge, dass Menschen, die aktuell in einer Tagesförderung tätig sind, bei der Reform nicht ausreichend bedacht werden.

Sie übermittelten kürzlich ihre Stellungnahme an das Bundesministerium, in der die Politiker*innen dazu aufgefordert werden, alle Menschen und deren individuelle Bedarfe zu berücksichtigen. So lautet ein Auszug aus dem öffentlichen Dokument:
"Die Interessen von Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sind bei der Weiterentwicklung der Teilhabe am Arbeitsleben unabhängig von institutionellen Schranken einzubeziehen. Sie haben das Recht, sich mit eigenen Leistungen einen Teil ihres Lebensunterhaltes durch Arbeit selbst zu verdienen."

Die gesamte Stellungnahme lesen Sie hier!


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